Ahoi! Während unserer Indonesien Reise durften Flo und ich uns für zwei Tage wie Piraten fühlen. Naja, zumindest fast, würde ich mal sagen. Das Hotel „Le Pirate Beach Club“ hatte uns nämlich eingeladen zwei Nächte dort zu verbringen und es uns getreu dem Motto “Simple luxury for the adventurous traveller”, so richtig gut gehen zu lassen. Schon vor unserer Abreise aus Deutschland stöberte ich stundenlang auf dem Instagram Feed der Unterkunft und war ganz verliebt in die hübschen weiß-türkisenen Häuschen mit bequemen Hängematten auf der Veranda und waschechten Palmen drumherum. Viel paradiesischer kann ein Ort wohl kaum aussehen, oder?

Le Pirate Hotel Gili Trawangan
Gili Trawangan Island
West Nusa Tenggara, Indonesia
☎+62 361 733 493
✉ contact@lepirate.com
Ich möchte mich ganz herzlich beim Team von Le Pirate für den schönen Aufenthalt bedanken. Auch wenn es sich hierbei um eine Pressereise handelt, beruht der Artikel natürlich zu 100% auf meiner eigenen Meinung und wurde komplett von mir verfasst.

Die Lage und Anreise

Der Le Pirate Beach Club liegt auf der größten der drei Gili Inseln, nämlich auf Gili Trawangan. Die Überfahrt von Bali aus ist nicht ganz so einfach zu organisieren, wie man denken könnte. Wir haben wirklich einige Stunden damit verbracht, ein Fährunternehmen zu finden, welches nicht ausschließlich schlechte bis durchschnittliche Bewertungen im Internet hat.  Letztendlich haben wir uns für Gili Getaway entschieden und waren sehr zufrieden mit der Abwicklung und dem Transport. Der Transfer kostet ungefähr 200 Euro und man kann sich sogar (kostenlos) am Hotel abholen lassen und wird direkt zum Hafen gefahren. Die Bezahlung der Speedboat Tickets erfolgt im Voraus über Paypal. Ich empfehle euch wirklich, die Tickets für eure Überfahrt auf die Gili Inseln und auch für die Rückfahrt nach Bali schon vorab online zu kaufen.  Wir sind von Serangan Harbour aus gestartet und nach ca. zweieinhalb Stunden ist man dann schon am Hafen von Gili Trawangan angekommen und kann sich auf zum Hotel machen. Denkt nur immer daran: Auf den Gilis gibt es keine motorisierten Fortbewegungsmittel. Entweder müsst ihr zu Fuß laufen, euch ein Fahrrad ausleihen oder mit einem Cidomo (Pferdetaxi) fahren. Viele Touristen meiden die „Taxis“ allerdings, da die Pferde oft sehr dehydriert und gebrechlich wirken und die Fahrtickets völlig überteuert sind.

Das Konzept

Viele Reisende denken, dass man auf Gili Trawangan nur Party machen kann und nirgendwo seine Ruhe findet. Unserer Meinung nach stimmt das aber überhaupt nicht. Spätestens als wir unser kleines Häuschen im Le Pirate Beach Club bezogen haben, konnten wir so richtig entspannen. Fernab von all dem Trubel und mitten im Paradies lässt es sich eben doch ziemlich gut aushalten. Dazu trägt natürlich auch das Personal des Hotels einiges bei. Wir wurden sehr herzlich begrüßt und fühlten uns mehr als nur willkommen. Es war so, als wenn man zu guten Freunden zurückkehrt. Und das sage ich, obwohl wir noch nie zuvor dort Urlaub gemacht haben. Die balinesische Bevölkerung ist aber generell  sehr herzlich und alle tragen immer ein Lächeln auf den Lippen. Reisende werden sehr zuvorkommend behandelt und es wird ständig versucht, die Gastfreundschaft durch kleine Gesten zu zeigen. Nach unserer Ankunft am Hotel haben wir zum Beispiel erstmal eine „Treasure Island Map“ von Gili Trawangan überreicht bekommen, sodass wir nicht ganz orientierungslos über die Insel irren müssen.

Der Le Pirate Beach Club ist übrigens ein sogenanntes „eco friendly“ Hotel, was bedeutet, dass hier besonders auf die Umwelt und auf Nachhaltigkeit geachtet wird. Da in den Häusern Plastikflaschen nicht gerne gesehen sind, stehen Glasflaschen bereit, die man sich an der Hotelbar den ganzen Tag kostenlos mit frischem Trinkwasser auffüllen lassen kann. Die Idee dahinter fanden wir klasse, allerdings ist das ganze natürlich nicht so hygienisch wie mit verschlossenen Plastikflaschen. Die Unterkünfte sind sehr einfach gehalten und man darf keinen großen Luxus erwarten, aber da wir sowieso den ganzen Tag draußen verbracht haben, war uns das nicht besonders wichtig. Das Hotel verfügt übrigens auch über zwei kleine Pools und ein Outdoor-Kino. Den Pool haben wir gerne genutzt, da man am Strandabschnitt direkt vor dem Hotel aufgrund eines großen Korallenriffes nicht schwimmen kann. Wer lieber im Meer baden möchte anstatt im Pool, kann sich einfach auf eines der Fahrräder schwingen, die man sich gegen eine kleine Gebühr im Hotel ausleihen kann, und fährt zum nahegelegenen Beach. Dort lässt es sich übrigens super schnorcheln und tauchen und man kann der Schildkrötenaufzucht-Station einen Besuch abstatten.

„WE ARE NOMADS
WE ARE PIONEERS
WE ARE RULE BREAKERS
WE CHASE SUNSETS
WE MAKE STORIES
WE THRIVE FOR ADVENTURE
WE ARE PIRATES“

(Quelle: lepirate.com)

Die Hotelanlage

Die Hotelanlage ist wirklich sehr liebevoll gestaltet und die Mitarbeiter waren permanent damit beschäftigt die Palmen zurechtschneiden, die Blumen zu pflegen und die Bodenplatten vom Sand zu befreien. Auch der Pool war immer sauber und zu meiner großen Freude nur mit sehr wenig Chlor versetzt, was in Indonesien anscheinend nicht selbstverständlich ist. Die Liegen und Schirme am Pool waren ebenfalls in einem guten Zustand und auch die Möbel im Restaurant.

Was uns wirklich gestört hat, war die extreme Lautstärke eines Restaurants, welches bis tief in die Nacht sehr laute Techno Musik abgespielt hat. Wir hatten tatsächlich das Gefühl, dass die Musikanlage in unserem Zimmer neben dem Bett stehen würde und ich habe logischerweise kein Auge zugetan. Nichtmal meine Ohropax wollten mir beim Einschlafen helfen und so konnte ich nur beten, dass die Musik irgendwann endlich ausgeschaltet wird (was dann um circa 03:30 Uhr der Fall war).

Die Zimmer

Es gibt ingesamt 3 „Bunk rooms“ (Schlafkabinen) für drei Personen, vier „Beach Boxes“ mit Doppelbetten, zehn sogenannte“Sweets“ mit Doppelbetten und kleiner Veranda, vier „Sweets“ mit Meer-/Strandblick, zwei „Mega Sweets“ mit einem Schlafzimmer, einem Badezimmer und einem offenen Wohnzimmer und eine „Family Mega Sweet“ mit zwei Schlafzimmern, 2 Badezimmern und einem offenen Wohnzimmer.

Wir waren in einem „Sweet beach view“ untergebracht und es war auf jeden Fall ein abenteuerlicher Aufenthalt. Die kleinen Häuschen verfügen über einen Ventilator, eine Klimaanlage, ein privates „Freiluft“-Badezimmer, einen kleinen Safe und natürlich auch Wifi. Die Zimmer sind wirklich sehr sehr klein und es war schade, dass man kaum Platz hatte den Koffer irgendwo unterzubringen. Unter den Betten standen zwar kleine Körbchen als Ersatz für einen Kleiderschrank, aber unserer Meinung nach war das trotzdem noch zu wenig Stauraum. Klar, das Hotel ist für Backpacker und Abenteurer gedacht und das muss man bei der Bewertung auch im Hinterkopf behalten. Was uns wirklich herausgefordert hat, war das Bad. Es ist eine tolle Erfahrung unter freiem Himmel duschen zu können, aber man teilt sich das Bad natürlich auch mit (echt großen!!!!) Spinnen und vielen, vielen, vielen Ameisen. Der Toilettengang wird also zur Mutprobe und man kann nur hoffen, dass sich nicht gerade eine Horde Krabbeltierchen auf den Weg durchs Badezimmer macht. Handtücher werden vom Hotel gestellt (ein großes Handtuch pro Person) und auf Nachfrage bekommt man auch Poolhandtücher. Die Zimmerreinigung erfolgt übrigens nicht automatisch, sondern man muss seinen Schlüssel an der Rezeption abgeben und um Reinigung des Zimmers bitten.

Das Essen

Das Essen im Le Pirate Beach Club ist wirklich gut, aber die Portionen dürften gerne etwas größer sein. Viele Touristen gehen dort essen, obwohl sie nicht im Hotel wohnen. Das spricht meiner Meinung nach sehr für das Restaurant. Das Frühstück ist im Übernachtungspreis enthalten und man kann sich ein Gericht aus einer großen Karte aussuchen. Obstsalat und Getränke gibt es zusätzlich so viel, wie man möchte. Das Mittag- und Abendessen ist auch echt lecker und die Preise sind für einen Touristen-Hotspot vollkommen in Ordnung.

Fazit

Der Aufenthalt im Le Pirate Beach Club hat uns gut gefallen, auch wenn es uns reicht, einmal dort gewesen zu sein. Das wirklich extrem kleine Zimmer und das Freiluftbad, sowie die sehr laute Musik des benachbarten Restaurants haben uns leider nicht überzeugen können. Das Hotel ist optimal für Backpacker und Abenteuersuchende geeignet und wir können jedem nur empfehlen, zumindest eine Nacht im Le Pirate zu verbringen, wenn man eh auf Gili Trawangan unterwegs ist. Die Erfahrung ist es wirklich wert und wir fanden das Konzept des Hotels ziemlich cool. Wer Luxus sucht, ist hier falsch, aber das sollte einem vorher bewusst sein, wenn man sich für eine Backpacker-Anlage entscheidet.

7 Comments

  1. Danke für deinen Beitrag, ich finde es super, dass du auch über nicht so tolle Dinge berichtet, Das finde ich genau so wichtig, wie als wenn du überzeugt bist. Somit weiß jeder was er in diesem Hotel zu erwarten hat.

    Liebe Grüße Lisa
    von Pinkybeauty.de

  2. Wow, das sind echt tolle Eindrücke! Das Hotel hätte mir auch gut gefallen. 🙂

    Hab noch einen schönen Abend!

    Liebe Grüße

    Anna <3

    annashines.com

  3. Ohje, wenn ich nicht schlafen kann wäre der Aufenthalt für mich gehalten! Mist. Dabei sieht es so schön aus.

  4. Wow ein toller Bericht. Leider fehlt mir das nötige Kleingeld. Aber irgendwann klappt es sicher mal.

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